Gehirnnahrung

Essen Sie viel Gemüse? Dann haben Sie mit zunehmendem Alter ein deutlich geringeres Risiko, an Alzheimer zu erkranken oder einen Hirnschlag zu erleiden. Und: Gemüse erhält das Denkvermögen. Das ergaben internationale Studien mit über zehntausend Teilnehmern, deren Ergebnisse jetzt auf dem internationalen Alzheimer-Kongress in Amerika vorgestellt wurden.

Für eine niederländische Studie wurden über 5300 gesunde Männer und Frauen ab 55 Jahre und älter in regelmäßigen Abständen während eines Zeitraums von etwa zehn Jahren untersucht. Alle Studienteilnehmer füllten Fragebögen zu ihren Ernährungsgewohnheiten aus. 146 Teilnehmer erkrankten in dieser Zeit an Alzheimer und 29 an Demenz. Die Forscher stellten fest, dass die Studienteilnehmer, die nicht erkrankten, wesentlich höhere Mengen Gemüse zu sich nahmen. Weitere Studien zeigen, dass regelmäßiger Verzehr von Gemüse das Alzheimerrisiko um mindestens die Hälfte senken kann. Das Risiko einen Hirnschlag zu erleiden, sinkt um etwa 20 Prozent, wie die Fachzeitschrift "Neurology" berichtete.

Vitamine und Folsäure, das sind die Bestandteile aus dem Gemüse, die gesund auf das Gehirn wirken. Besonders reichlich in frischem Gemüse sind die Vitamine A, C und E enthalten. Sie wirken gegen Substanzen, die sich im Körper bilden und ihn schneller altern lassen. Folsäure dagegen baut die Substanz Homocystein ab. Sie schadet den Hirnzellen und den Blutgefäßen, die das Gehirn versorgen.

  • Besonders Vitamin A-reiche Gemüsesorten sind: Blattspinat, Eisbergsalat, Feldsalat, Möhren, Grünkohl, Fenchel und Chicoree. 
  • Viel Vitamin E enthalten: Fenchel, Paprika, Schwarzwurzeln. 
  • Vitamin C-reich sind: Broccoli, Paprika, Fenchel, Grünkohl, ungekochter    Kohlrabi, Grünkohl, Weißkohl. 
  • Viel Folsäure enthalten: Broccoli, Paprika, Feldsalat, Kopfsalat, Weißkohl und Chicoree